Eine Prinzessinnenhochzeit wie sie im Buche steht, das hatte sich Susanne gewünscht. Einmal im Leben Prinzessin sein für sich selbst, aber natürlich auch für den Prinzen, ihren Martin. Dass ihr Hochzeitsdatum zugleich auf den Tag der Hochzeit von Prinz Harry und seiner Meghan fiel, tat dem Glanz keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil.

Susanne ist keine Frau, die in ihrem sonstigen Leben täglich Kleider und Röcke trägt, auch wollte sie als Kind lieber Cowboy werden als Prinzessin, wie wir an der Feier später noch erfahren sollten. Und gerade deshalb war das gesamte Brautstyling so spannend. Denn tatsächlich erfüllte sie sich dann doch mit ihrem Hochzeitsstyling und der gesamten Hochzeit an sich diesen großen Mädchentraum für einen Tag, der wohl in jedem Mädchen schlummert.

Susanne hatte das Brillant-Paket gebucht und mich damit bis 20 Uhr vor Ort. Ihre Frage am Probetermin war: „Du feierst dann aber schon mit uns, oder?“ Ich so: „Ja klar.“, und ich war total gespannt, wie alles sein wird.

Morgens einmal mitten durch die Fränkische Schweiz nach Schloss Thurn

Gegen 6.30 Uhr gings los mit einer Fahrt quer durch die wunderschöne Fränkische Schweiz, vorbei an hoppelnden Hasen, springenden Rehen, nebelüberzogenen, saftig grünen Wiesen, bis nach Forchheim, bzw. Heroldsbach nach Schloss Thurn. Pünktlich um 5 min vor 8 Uhr gelandet, startete ich direkt mit Tante und Trauzeugin, ehe die Braut selbst an der Reihe war. Im Hintergrund lief die royale Hochzeit von Prinz Harry und Meghan, denn das wollten sich natürlich alle dennoch nicht entgehen lassen.

Das erste Brautstyling zur standesamtlichen Hochzeit gestalteten wir dezent und sehr natürlich, damit wir zur kirchlichen Trauung, die ebenfalls auf Schloss Thurn statt fand, noch eines drauf legen konnten. Die standesamtliche Trauung fand im dortigen Pavillon statt und währenddessen stylte ich noch andere Gäste. Da die Braut in der Nacht zuvor, wie so viele andere Bräute auch, nur wenig Schlaf erwischt hat, wollte sie gerne nach der standesamtlichen und vor der kirchlichen Trauung kurz die Augen schließen und sich etwas ausruhen. Kein Problem! Sie hatte ja den Brillant gebucht und musste sich somit keinerlei Sorgen um ihr Styling machen. „Das richte ich dir alles wieder hin“, sagte ich ihr, damit sie beruhigt die Augen schließen konnte. Für dieses Stündchen hatte ich Gelegenheit durch den wunderschönen Park des Schlosses zu schlendern und ein paar Impressionen einzufangen (s. Galerie).

Das zweite Styling – das große Brautstyling

Anschließend folgte das große Brautstyling für die kirchliche Trauung. Wir frisierten die Haare zu einer neuen Brautfrisur um und auch das Make-up wurde nicht nur aufgefrischt, sondern erhielt nochmals eine kräftigere Note, inkl. Wimpernextension – das i-Tüpfelchen des Augen-Make-ups. Susanne wurde zur Prinzessin. Nur 1,5 Std. später schritt sie ihrem Vater und mit ihm gemeinsam ihrem Martin entgegen.

Zeit, das Styling-Room zu beziehen

Während dieser Zeit platzierte ich mich in dem eigens für mich bereit gestellten Styling Room, um dort für die Braut und die anderen Hochzeitsgäste rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen. Ich hatte noch nicht einmal komplett alle meine Utensilien aufgebaut, lugten die ersten Damen neugierig zu mir, um sich – völlig positiv überrascht – von mir vor dem Gruppenbild abpudern zu lassen. „Wir kommen gleich nach dem Gruppenbild nochmal!“, kündigten sie mir an. Und dann war ich in Action bis sage und schreibe 19.30 Uhr. Und ich hätte noch bis 22 Uhr weiterschminken können, doch Martin, der Bräutigam unterbrach das Geschehen im dritten Anlauf dann endgültig, damit es wirklich mit dem Essen losgehen konnte: „Jetzt aber müsst ihr wirklich Schluss machen.“ 🙂 🙂 🙂  Die weiblichen Gäste waren sehr sehr begeistert von dieser Möglichkeit und die Braut natürlich entsprechend glücklich, dass ihre Idee so gut angenommen wurde.

Somit durfte ich – ganz wie angekündigt – mit den anderen Dienstleistern am Tisch sitzen, mitfeiern, und die sehr private und persönliche Atmosphäre miterleben. Es ist schon sehr besonders, wenn sich anfänglich fremde Menschen plötzlich so nahe kommen, und man das Vertrauen genießt, an einem sooo besonderen und wichtigen Tag dabei sein zu dürfen. Ich danke Susanne und Martin von ganzem Herzen für diesen Tag und ihr Vertrauen und wünsche euch alles Liebe. Ich bin dankbar und glücklich, Teil dieser wundervollen Traumhochzeit gewesen sein zu dürfen.

Ich freue mich – gerade während des Schreibens dieses Berichts – über eine kurze Nachricht von ihr:

Hallo meine liebe Daniela! Ich hoffe, Du bist noch gut nach Hause gekommen und hast dich erholt? Danke nochmal für alles!!!!! Drück dich und Grüße, Susanne.

<3

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