Ich habe bereits einen Artikel geschrieben zur Frage: Wie finde ich die passende Hochzeitsfrisur?

In diesem Artikel möchte ich der Frage nachgehen, wie viele Brautfrisuren an einem Probetermin möglich sind.

Antwort: „Das kommt darauf an“ 🙂

Worauf kommt es an?

Es kommt an auf deine Vorstellung, deine Wünsche, aber auch und vor allem auf deine Haare! Ich erkläre es dir:

Es gibt Haare, die benötigen alleine zur Vorbereitung auf die Frisur gut eine Stunde oder länger! Das heißt, nur das Kämmen, Abteilen, Durchkreppen und Locken dauert mindestens eine Stunde, weil die Haare so dick, so viel und/oder so lange sind. Wenn sie dazu noch sehr schwer sind, muss zudem häufig noch toupiert werden, damit die Nadeln an der richtigen Stelle halten und überhaupt die Frisur hält und sichtbar wird. Der Aufwand ist enorm hoch. Kann man alles machen. Ein solcher Probetermin zieht sich allerdings eher über 3 – 4 Stunden nur alleine für die Brautfrisur. Make-up nicht mit gerechnet.

Dann kommt es schlicht und ergreifend zusätzlich noch darauf an, wie Du dir deinen Probetermin vorstellst. Möchtest Du genau diese eine Frisur an dir möglichst ausfrisiert sehen? Oder genügt es dir, eine Ahnung davon zu bekommen, wie dieses oder jenes an dir aussehen könnte, ohne dass es perfekt ausfrisiert ist? Es lassen sich, wenn die Haare erst einmal vorbereitet sind, mehr als nur eine Frisur daraus zaubern:

Die Haare werden grob gesteckt – der Haarschmuck eingesetzt – der Haarschmuck wieder abgenommen, die Haare wieder geöffnet und neu gesteckt – ein neuer oder der gleiche wird wieder eingesetzt …. und wieder abgenommen… und so weiter und so fort. Du kannst dir vorstellen, dass bspw. ein perfekt frisierter Hinterkopf doch in Mitleidenschaft gezogen wird.

Wie gehe ich vor? Tatsächlich sind die Wünsche meiner Bräute relativ konkret.

Doch kürzlich hatte ich einen Probetermin bei dem die Braut mir sagte:
„Mir gefällt so vieles und ich weiß einfach nicht, was das Passende für mich ist. Normalerweise trage ich meine Haare wirklich immer offen. Auch bei heißen Sommertemperaturen. Ich habe das Gefühl, gesteckt steht mir gar nicht.“

Ich beruhigte sie erst einmal und schaute mir in aller Ruhe ihre mitgebrachten Fotos an. Zudem das Kleid und die gesamte Hochzeit an sich, so wie ihren Stil. Und dabei stellten sich sehr deutlich diese Stil-Begriffe heraus:

locker, mädchenhaft und verspielt

Ihr Stil:
Egal ob offen, halbgesteckt nach hinten, halbgesteckt zur Seite oder einen fluffigen Dutt. Es waren zwar alles verschiedene Frisuren, doch der Stil war der gleiche. Das unterstützte auch ihr vielseitig mitgebrachter Echtblumen-Haarschmuck. Alles sehr romantisch.

Ihre Haare:
Sie hatte von Natur aus eine starke Krause, die allerdings am Vortag vom Friseur ausgeföhnt wurde. Zudem wurden ihre Haare mit dem Glätteisen etwas bearbeitet. Auch waren die Haare nicht allzu viele, wenngleich sie lang waren. Grundsätzlich also eine optimale Ausgangslage, um verschiedene Frisuren auszuprobieren, da eine Naturkrause in der Regel besser hält.

Ihre Wünsche:
Ich machte ihr den Vorschlag, dass wir – nachdem ich die Haare vorbereitet habe – diverse Frisuren ausprobieren. Ich werde keine der Frisuren perfekt und bis ins Detail stecken, sondern sie soll – auch mit dem unterschiedlichen Haarschmuck – ein Gefühl für sich mit den verschiedenen Brautfrisuren dafür bekommen. Wie fühlt es sich an? Ist es genug Braut oder doch zu alltäglich? Wie wirken die Ohrringe dazu?

Das Ergebnis: 
Ich tendierte im Vorgespräch zu der seitlich gesteckten Variante. Sie tendierte ebenfalls zu etwas offenem. Am Ende waren wir beide überrascht. Welche Frisur es genau geworden ist, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, denn sie heiratet erst im August. Wer weiß, ob der Mann hier mitliest. 😉

Anbei eine kleine Auswahl aus den verschiedenen Brautfrisur-Varianten von ihrem Probetermin:

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